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Patientenverfügung

Ein Patient darf nicht gegen seinen Willen behandelt werden. Wie aber muss sich ein Arzt verhalten, wenn der Patient nicht ansprechbar und nicht äußerungsfähig ist? Oder wenn dem Patienten aufgrund von Krankheit, Alter oder auch eines Schockzustandes die Einsichts- und Urteilsfähigkeit fehlt?

Mit einer Patientenverfügung können Sie im Vorhinein gegenüber Angehörigen, Behörden und Ärzten kundtun, welche Art der Behandlung Sie zukünftig ablehnen. Eine Patientenverfügung kommt nur dann zum Tragen, wenn Sie sich selbst nicht mehr zum Behandlungswunsch äußern können!

  • Verbindliche Patientenverfügung: Der Arzt muss sich daran halten, weshalb für die Errichtung folgende Voraussetzungen einzuhalten sind:

    • Die abgelehnten medizinischen Behandlungen müssen konkret beschrieben sein.

    • Bestätigung über ein ärztliches Beratungsgespräch.

    • Schriftlichkeit mit Angabe des Errichtungsdatums vor einem Rechtsanwalt, Notar, Patientenvertretung oder Erwachsenenschutzverein.

    • Gültigkeit 8 Jahre (neu seit 2019; gilt auch für bereits vor 2019 errichtete Patientenverfügungen) – sofern Sie nicht eine kürzere Frist bestimmen

    • Registrierung im Patientenverfügungsregister (Hinterlegung Volltext möglich), um für den Ernstfall eine schnelle Auffindbarkeit zu gewährleisten: Krankenanstalten etc. können diese abrufen.

  • Beachtliche Patientenverfügung: Dient dem Arzt lediglich als Richtlinie. Keine Formerfordernisse.


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Dr. Christian ADAM Rechtsanwaltskanzlei
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